Die Elektroinstallation steckt in Wänden, Decken und Böden. Sie wird deshalb vor Trockenbau, Putz und Fliesen verlegt und muss zu den Plänen der anderen Gewerke passen. Das Handwerker-Meister-Netzwerk stimmt die Rohinstallation mit diesen Gewerken ab, damit nichts nachträglich aufgestemmt werden muss.
Ein Online-Rechner für Elektrikerarbeiten ist in Vorbereitung. Bis dahin ist die Beratungsanfrage der Weg: Ein Projektmanager nimmt Ihr Vorhaben auf, und ein Meisterbetrieb aus Ihrer Region prüft vor Ort Verteiler, Leitungsnetz und Anschlusswerte.
Typische Anlässe
- Die Elektroanlage in einem älteren Haus ist veraltet und soll erneuert werden.
- Der Verteilerkasten ist zu klein, oder es fehlen Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen.
- Eine Photovoltaikanlage, ein Speicher oder eine Wallbox soll angeschlossen werden.
- Beleuchtung, Steckdosen und Datenleitungen werden im Zuge einer Renovierung neu geplant.
- Ein Smart-Home-System (etwa KNX) soll nachgerüstet werden.
So läuft es ab
Schritt 1: Anfrage mit Bestand und Zielen
Sie schildern Baujahr, Zustand der Anlage und Ihre Wünsche, etwa Photovoltaik, Wallbox oder Smart Home. Wir erfassen, welche Gewerke zeitgleich arbeiten.
Schritt 2: Beratung und Abstimmung
Ein Projektmanager klärt Umfang und Anschlussbedarf und stimmt die Rohinstallation mit Trockenbau, Putz und Sanitär ab.
Schritt 3: Bestandsprüfung vor Ort
Der Elektrofachbetrieb prüft Verteiler, Leitungsquerschnitte, Schutzmaßnahmen und Anschlusswerte, erstellt ein Konzept und das verbindliche Angebot.
Schritt 4: Installation, Prüfung und Abnahme
Nach Roh- und Endinstallation wird die Anlage geprüft und dokumentiert. Wir koordinieren Anmeldungen, soweit nötig, und begleiten die Abnahme.
Worauf Sie achten sollten
- Elektrotechniker gehört zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A zur Handwerksordnung. Arbeiten an der Anlage sollten nur Elektrofachbetriebe ausführen.
- Nach der Niederspannungsanschlussverordnung (§ 13 NAV) dürfen Arbeiten an der elektrischen Anlage hinter dem Hausanschluss nur Unternehmen ausführen, die in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind.
- Neue und geänderte Anlagen sind vor der Inbetriebnahme zu prüfen (DIN VDE 0100-600). Lassen Sie sich das Prüfprotokoll aushändigen.
- Photovoltaikanlagen, Speicher und Wallboxen sind in der Regel beim Netzbetreiber anzumelden. Klären Sie früh, wer die Anmeldung übernimmt.
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Häufige Fragen
Gibt es einen Online-Rechner für Elektrikerarbeiten?
Noch nicht. Der Rechner für dieses Gewerk ist in Vorbereitung. Bis dahin fragen Sie eine kostenfreie Beratung an: Ein Projektmanager nimmt Ihr Vorhaben auf und vermittelt den Vor-Ort-Termin mit einem Meisterbetrieb.
Muss die gesamte Elektroanlage erneuert werden?
Nicht zwangsläufig. Ob eine Teilerneuerung genügt, zeigt die Bestandsprüfung durch den Elektrofachbetrieb. Maßgeblich sind Zustand, Schutzmaßnahmen und ob geplante Verbraucher wie Wallbox oder Wärmepumpe angeschlossen werden sollen.
Kann ich Smart Home und Photovoltaik in einem Projekt umsetzen?
Ja. Wir planen beides gemeinsam, damit Leitungswege, Verteiler und Anmeldungen zusammenpassen. Der Elektrofachbetrieb stimmt die Konzepte aufeinander ab, bevor Wände geschlossen werden.
