Ein Dach ist selten eine einzelne Leistung. Eindeckung, Unterkonstruktion, Dämmung, Dachfenster, Rinnen und Gerüst greifen ineinander, und mehrere Betriebe müssen ihre Arbeiten aufeinander abstimmen. Das Handwerker-Meister-Netzwerk ist kein Dachdeckerbetrieb, sondern die neutrale Projektmanagement-Instanz, die diese Abstimmung übernimmt und bis zur Abnahme begleitet.
Den Einstieg bildet der Dachrechner: Er liefert auf Basis Ihrer Adresse und Gebäudeangaben eine erste Einschätzung. Den verbindlichen Preis nennt erst das Angebot nach dem Vor-Ort-Check, bei dem ein Meisterbetrieb aus Ihrer Region Dach, Unterkonstruktion und Anschlüsse prüft. Wer lieber zuerst sprechen möchte, fragt eine kostenfreie Beratung an.
Typische Anlässe
- Die Eindeckung ist in die Jahre gekommen: Ziegel sind porös oder verschoben, am Dachboden zeigen sich Feuchtigkeitsflecken.
- Das Dachgeschoss soll zu Wohnraum werden und braucht Dämmung, Dachfenster oder eine Gaube.
- Eine energetische Sanierung ist geplant und die Dachfläche soll gedämmt werden, oft zusammen mit Fassade oder Fenstern.
- Ein Sturm- oder Hagelschaden muss dokumentiert und fachgerecht repariert werden.
- Eine Photovoltaikanlage ist geplant, und das Dach soll vorher in Ordnung gebracht werden.
- Das Flachdach ist undicht oder die Abdichtung hat das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht.
So läuft es ab
Schritt 1: Dachrechner oder Anfrage
Sie geben Adresse und Eckdaten im Dachrechner ein und erhalten eine erste Einschätzung. Alternativ schildern Sie Ihr Vorhaben in der Beratungsanfrage.
Schritt 2: Beratung und Grobkonzept
Ein Projektmanager klärt mit Ihnen das Ziel (Reparatur, Neueindeckung, Dämmung), prüft mögliche Förderwege und erstellt ein Grobkonzept mit Kosten- und Zeitrahmen.
Schritt 3: Vor-Ort-Check durch den Meisterbetrieb
Der zuständige Dachdecker- oder Zimmerermeister prüft Dachfläche, Sparren, Lattung und Anschlüsse, nimmt Maß und prüft die Zugänglichkeit für das Gerüst. Ergebnis ist das verbindliche Angebot.
Schritt 4: Ausführung, Bauleitung und Abnahme
Wir koordinieren Gerüst, Rückbau, Dachstuhlarbeiten, Eindeckung und Spenglerarbeiten und halten Termine nach. Zum Schluss steht die gemeinsame Begehung mit VOB-konformer Abnahme.
Worauf Sie achten sollten
- Dachdecker und Zimmerer gehören zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A zur Handwerksordnung. Die Eintragung in die Handwerksrolle setzt in der Regel den Meistertitel oder eine gleichwertige Qualifikation voraus.
- Das Dachdeckerhandwerk arbeitet nach eigenen Fachregeln (Regelwerk des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks). Bei Flachdächern gilt für die Abdichtung zusätzlich DIN 18531.
- Bei älteren Dächern kann Asbestzement in Dach- oder Wellplatten verbaut sein. Arbeiten daran dürfen nur Betriebe mit entsprechender Sachkunde ausführen (TRGS 519). Besteht der Verdacht, gehört er vor der Angebotserstellung geklärt.
- Je nach Umfang der Arbeiten können Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG, vormals GEG) an den Wärmeschutz gelten. Das klärt der Meisterbetrieb vor dem Angebot mit Ihnen.
- Fördermittel setzen in der Regel voraus, dass der Antrag vor der Auftragserteilung gestellt wird. Beauftragen Sie deshalb erst, wenn die Förderfrage geklärt ist.
Weiterführende Seiten
- Energetische SanierungWie wir mehrere Gewerke koordinieren und in welcher Reihenfolge sie arbeiten.
- Dachsanierung: Kosten verstehenWelche Faktoren die Kosten bestimmen und wie Sie Angebote einordnen.
- Förderung für die DachsanierungWelche Förderwege es gibt, was vor dem Auftrag zu beachten ist und wie der aktuelle Stand lautet.
- Dach sanieren oder neu decken?Eine Entscheidungshilfe zwischen Reparatur, Teilsanierung und Neueindeckung.
- Dachsanierung in Ihrer RegionRegionalseiten für Bayern und Schwaben mit Hinweisen vor Ort.
Häufige Fragen
Was kostet eine Dachsanierung?
Das hängt unter anderem von Dachfläche, Dachform, Eindeckung, Dämmung und dem Zustand der Unterkonstruktion ab. Der Dachrechner liefert eine erste Einschätzung für Ihre Adresse. Den verbindlichen Preis nennt das Angebot nach dem Vor-Ort-Check durch einen Meisterbetrieb.
Reicht eine Reparatur oder muss das Dach neu gedeckt werden?
Punktuelle Schäden lassen sich oft reparieren. Sind Lattung, Sparren oder die Unterspannbahn betroffen oder soll das Dachgeschoss gedämmt werden, spricht vieles für eine umfassendere Sanierung. Entscheiden sollten Sie erst nach der Begutachtung durch einen Meisterbetrieb.
Wer führt die Arbeiten aus und wer haftet?
Ausgeführt wird von selbstständigen, in der Handwerksrolle eingetragenen Meisterbetrieben unseres Partnernetzwerks. Das Handwerker-Meister-Netzwerk übernimmt Planung, Steuerung, Bauleitung und Abnahme. Für Sie gibt es einen Vertrag, eine Rechnung und eine Gewährleistung.
