Maurer- und Putzarbeiten bilden die Basis für fast alle Innenarbeiten. Ob eine Wand versetzt, ein Durchbruch geschaffen oder ein Putz saniert wird: Das Ergebnis bestimmt, wie gut Trockenbau, Fliesen, Maler und Bodenleger später arbeiten können. Das Handwerker-Meister-Netzwerk stimmt diese Abfolge ab und achtet auf Trocknungszeiten.
Ein Online-Rechner für Maurer- und Putzarbeiten ist in Vorbereitung. Bis dahin ist die Beratungsanfrage der Weg: Ein Projektmanager nimmt Ihr Vorhaben auf, und ein Meisterbetrieb aus Ihrer Region prüft vor Ort Mauerwerk, Putz und Feuchte.
Typische Anlässe
- Eine Wand soll versetzt oder ein Durchbruch geschaffen werden.
- Putz löst sich, ist rissig oder durchfeuchtet und muss erneuert werden.
- Ein feuchter Keller oder Sockel braucht Sanierputz und eine Abdichtung.
- Vor Fliesen oder Malerarbeiten müssen Wände glatt verputzt werden.
- Ein Anbau oder Umbau erfordert neues Mauerwerk.
So läuft es ab
Schritt 1: Anfrage mit Bestand und Ziel
Sie schildern, was verändert werden soll, und nennen Baujahr, Wandaufbau und sichtbare Schäden. Wir erfassen, welche Folgegewerke betroffen sind.
Schritt 2: Beratung zu Statik und Abfolge
Ein Projektmanager klärt, ob tragende Bauteile betroffen sind, ob ein Statiker nötig ist, und plant Trocknungszeiten mit den Folgegewerken ein.
Schritt 3: Vor-Ort-Check
Der Meisterbetrieb prüft Mauerwerk, Putzhaftung und Feuchte, legt Vorarbeiten fest und erstellt das verbindliche Angebot.
Schritt 4: Ausführung und Abnahme
Nach Mauer-, Durchbruch- oder Putzarbeiten werden Flächen auf Ebenheit und Haftung geprüft. Wir übergeben an die Folgegewerke und begleiten die Abnahme.
Worauf Sie achten sollten
- Maurer und Betonbauer gehören zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A zur Handwerksordnung.
- Durchbrüche in tragenden Wänden erfordern einen statischen Nachweis durch einen Tragwerksplaner und gegebenenfalls eine Genehmigung nach Landesbauordnung. Brechen Sie nie ohne Nachweis durch.
- Für Putz- und Stuckarbeiten gilt als Vertragsgrundlage die VOB/C (DIN 18350), für Mauerarbeiten DIN 18330. Die Ebenheit von Flächen richtet sich nach DIN 18202.
- Bei Feuchte im Mauerwerk muss zuerst die Ursache geklärt werden (zum Beispiel fehlende Horizontalsperre). Sanierputzsysteme richten sich nach dem WTA-Merkblatt 2-9 und beheben die Ursache nicht allein.
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Häufige Fragen
Gibt es einen Online-Rechner für Maurer- und Putzarbeiten?
Noch nicht. Der Rechner für dieses Gewerk ist in Vorbereitung. Bis dahin fragen Sie eine kostenfreie Beratung an: Ein Projektmanager nimmt Ihr Vorhaben auf und vermittelt den Vor-Ort-Termin mit einem Meisterbetrieb.
Darf ich eine Wand selbst entfernen lassen?
Nicht ohne Klärung. Ist die Wand tragend, braucht es einen statischen Nachweis und je nach Land eine Genehmigung. Der Meisterbetrieb prüft im Vor-Ort-Check, um welche Wand es sich handelt, und das Projektmanagement bindet bei Bedarf einen Statiker ein.
Wie lange muss neuer Putz trocknen, bevor gestrichen wird?
Das hängt von Putzart, Schichtdicke und Raumklima ab. Der Meisterbetrieb nennt die Trocknungszeit, und das Projektmanagement terminiert Maler und Bodenleger erst danach, damit keine Feuchteschäden entstehen.
